Bist Du’s, mein Herr?

Nackt liege ich in einem Bett aus warmem Gras,
meine Finger vergraben sich tief in weicher Erde.
Schau’ ich hoch in luftige Höhen,
frage ich, wo läufst Du, Liebster, Himmelstänzer?

Mein Herz schlägt schneller,
spürt Dein Nahen bevor ich es tue,
wandert, irrt umher, und sucht und sucht
nach Dir, Sehnsucht meiner Seele,

Schatten, der kühl auf heiße Haut fällt,
mich zittern lässt unter Deinem Blick;
mein Atem stockt:
Komm, Liebster, komm’ in mich,
ergieße Dich in mich hinein.

Bist Du’s,
Liebster, Gebieter, mein Herr?
Du bist es.

Öffnest mich für Dich,
behutsam, so langsam,
entblößt Du mein Herz,
weinst meine ungeweinten Tränen,
liebst meinen ungeliebten Makel,
machst mich gierig nach Dir;
ich schaue in Dich,
ins unaussprechlich Weite,
und erkenne mich,
bebend,
ich bin schön.

Dann: Ein Regentropfen
fällt frech auf meine Nase,
der nächste auf die Lippen.
Er schmeckt süß.

Sei gegrüßt, Geliebter, sei mir ewig gegrüßt.

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About Myriad

Myriad Hallaug Lokadís
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11 Responses to Bist Du’s, mein Herr?

  1. Alexis Solvey Viorsdottir says:

    Hat dies auf Geschichten einer urbanen Priesterin rebloggt und kommentierte:
    uhhhh sehr schönes Gedicht von Myriad :D :D :D

  2. kassandrazoe says:

    Hach…*seufz*…I love it…<3

  3. Alexis Solvey Viorsdottir says:

    was für ein Rumgeseufze hier… immer diese sentimentalen Weiber :-P tz tz tz *knuff*

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